Dada-Predigt im Grossmünster

 

von Pfarrer Christoph Sigrist

 

„…begeüssest meyn haupt mit gesälb…“ (Huldrich Zwingli)

 

Am Samstag, den 27. Februar hielt Pfarrer Christoph Sigrist im Grossmünster eine Dada-Predigt.

Er sprach unter anderem von der Ballschen Dekonstruktion der Sprache als Vehikel der Macht der Mächtigen, die sich in der zwinglischen Verdolmetschung der Sprache der Kleriker spiegle: „Dies ist ein Akt der Inspiration: der Geist weht, wo er will, auch in Geräuschen und Palavern.“ Und er brachte das Beispiel aus Hugo Balls Krippenspiel: „Rabata rabata (Janco), Tzara: Pfeifen. Ball: He Hollah! Nageln. Schalk: Klappern. Arp: bäh bäh. Rabatat Rabata, sallada (Crescendo). Nageln und Schreien. Dann Donner, Dann Glocken“ (Hugo Ball, Ein Krippenspiel, SJW 2016, 18).

Und Sigrist ging und läutete die Glocke.