Das letzte S.O.S vom Salon Suisse

 

November 2015. Der letzte Salon Suisse fand am allerletzten Wochenende der Biennale di Venezia statt und bot dem langsamen Tod in Venedig folgend einen Besuch im Teatro Marinoni auf dem Lido. Francesca Sarah Toich rezitierte aus Dantes ‘Divina Comedia’ und Philippe Eustachon las aus dem Ägyptischen Totenbuch und Texte von Antonin Artaud, während die Künstlerin Paul Polaris ihre Organe aus dem Meer fischte.

 

Der letzte Salon offerierte Gespräche mit László F. Földényi über Dada und Mystik, ein Konzert des Pianisten Thomas Bächli, der Erik Satie und mystische Kompositionen aus dem 19. Jahrhundert spielte als spezielle Hommage an Hugo Ball.

 

Am zentralen Venezianischen Feiertag Festa della Madonna della Salute überquerten wir bei Sturm eine eigens für den Anlass errichtete Holzbrücke, um in den Kirchen die „uralte Kadenz der priesterlichen Lamentation“ zu erforschen, „jenen Stil des Meßgesangs, wie er durch die katholischen Kirchen des Morgen- und Abendlandes wehklagt“ (Hugo Ball).

 

Und schliesslich zog Hugo in einer Gondel auf dem Canale della Giudecca an uns vorbei unter den Echos der Gäste wie Johannes Gees und Daniel Binswanger. Christian Uetz hypnotisierte das Publikum mit einer philosophisch-poetischen Performance und Faber brachte uns mit seinen Songs zum weinen: ‘Bella ciao, ciao, ciao’.

 

Arrivederci novembre rosso shocking!

 

Francesca Sarah Toich rezitiert und ist Dante

Francesca Sarah Toich rezitiert und ist Dante

Gondola, gondola für einen magischen Bischof

Gondola, gondola für einen magischen Bischof

Faber has not left the palazzo yet…

Faber has not left the palazzo yet…

Christian Uetz hypnotisiert das Publikum im Palazzo Trevisan

Christian Uetz hypnotisiert das Publikum im Palazzo Trevisan

 

 

 

Philippe Eustachon lit le Marquis de Sade sur le lido