Human Equations & Dada

 

Internationales Symposium im Israel Museum, Jerusalem

 

Am 13. Januar hielt das Israel Museum, das über eine exquisite Dada-Sammlung verfügt, im Rahmen seiner Ausstellung „Man Ray: Human Equations“ ein Symposium ab, um die Fragestellungen der Ausstellung zu vertiefen den hundertsten Geburtstag von Dada zu begehen. Rund vierhundert Besucherinnen und Besucher kamen ins Springer-Auditorium und liessen sich von der Organisatorin und Co-Kuratorin Adina Kamien-Kazhdan und weiteren Rednerinnen und Redner in die intellektuellen, spirituellen und sexuellen Tiefen und Begehren von Man Ray einführen und vom Esprit Dada entführen.

 

Es ging unter anderem um verpackte Nähmaschinen, verschnürte Frauen, jüdische Sweatshops in den USA und darum, wie man einen Rembrandt bügelt, Woodoo, Shakespeare und das „object sauvage“. RednerInnen waren die beiden Mitkuratoren Edouard Sebline aus London und Wendy A. Grossmann von der Phillipps Collection in Washington, Professorin Milly Heyd aus Jerusalem, Janine Mileaf aus Chicago, die Expertin für die Dada-Baroness Elsa von Freytag Loringhoven Irene Gammel aus Toronto, Celia Rabinowitch aus New York sowie die Co-Kuratorin der Ausstellung „Dadaglobe revisited“ im Kunsthaus Zürich: Adrian Sudhalter. Juri Steiner stellte die kommende Ausstellung „Dada Universal“ im Landesmuseum vor und berichtete über die Vorbereitungen zum Dada-Jubiläum dada100zürich2016.

 

Eine Symposium-Besucherin bemerkte am Schluss des Tages: „The Cabaret Voltaire is the Eiffeltower of Zurich“.

Hear, hear und thanks a lot.

 

Dada-Experten in gespannter Erwartung ihres eigenen Vortrags

Dada-Experten in gespannter Erwartung ihres eigenen Vortrags

Darum ging es unter anderem: Man Ray's "Enigma d'Isidore Ducasse", 1920 / Replikat 1971

Darum ging es unter anderem: Man Ray’s „Enigma d’Isidore Ducasse“, 1920 / Replikat 1971

Adrian Sudhalter spricht über "Dada globe" und zeigt Hans Arp

Adrian Sudhalter spricht über „Dada globe“ und zeigt Hans Arp

Schlussbild auf Buchara-Teppich nach getaner Arbeit

Schlussbild auf Buchara-Teppich nach getaner Arbeit